Clubcommission will Mall of Berlin übernehmen

Der Generalunternehmer der Mall of Berlin hat laut Presseberichten Insolvenz angemeldet, es ist nicht klar, wie es mit der Mall of Berlin weitergeht. Die Clubcommission Berlin e.V. reicht ein Kaufangebot von einen in Berlin in der Vergangenheit oft handelsüblichen Preis von 1,00 Euro ein. Sie schickt sich an die Mall of Berlin samt Grundstück zu übernehmen und zur „Hall of Berlin“ umzufunktionieren.

Eine Wochenend-Blitzumfrage unter den über 140 Mitgliedern der Clubcommission ergab, dass zahlreiche Clubbetreiber und Veranstalter bereit wären an dem Standort zu investieren und den Betrieb auf Teilflächen aufzunehmen. Darunter auch Dimitri Hegemann, Chef des legendären Tresor, dessen Betrieb an selber Stelle damals von Investoren verdrängt wurde. „Meine Vision eines „Techno-Towers“ mit Musikkultur und Kreativwirtschaft rückt damit wieder in greifbare Nähe, sie würde an ihren Ursprungsort in Berlins Mitte zurückkehren.“, sagt er dazu. Olaf Möller, Vorsitzender der Clubcommission Berlin e.V.: „Die Umbaumaßnahmen in der Mall of Berlin werden derzeit von Statikern im Auftrag der Clubcommission geprüft, genehmigungsrechtliche Fragen sollen bald mit den zuständigen Behörden in Bezirk und Land erörtert werden.“

Die ganze Pressemitteilung hier

Wir Kaufen das Ding

Wandbild aus Protest übermalt !

Auf städtebauliche Entwicklungen die sich gegen die Menschen vor Ort richten, antwortet der Künstler Blu äußerst konsequent. Er ließ – so schreibt die Taz – sein international wahrgenommenes Werk von Unterstützern übermalen. Damit entzieht er die Arbeit nicht nur einer politischen Funktionalisierung sondern bringt deutlich seine Ablehnung gegenüber der Stadtpolitik zum Ausdruck. Es stellt sich die Frage, ob eine solche “Verweigerung” übertagbar ist und somit zielführend in anderen Konflikten eingebracht werden kann.

Taz Blu

 Film der die Entstehung der Arbeit zeigt

http://taz.de/Protest-gegen-Gentrifizierung-in-Berlin/!151161/

Detroit etwas zurück geben!

Das Magazin „Groove“ veröffentlicht einmal mehr einen Artikel zu den Plänen von Dimitri Hegemann *1 . Hegemann hatte Anfang der 1990 Jahre DJ aus Detroit zu seinem Festival „Berlin-Atonal“ und später in den vom ihm betriebenen „Tresor“ eingeladen. Nun möchte er in Detroit in den Ruinen eines ehemaligen Industriegebäudes des renommierten Architekten Albert Kahn aus dem 1920er Jahren ein Kulturzentrum entstehen lassen.

Nach der Konferenz der „Detroit-Berlin-Connection“ im März diesen Jahres, an der neben Vertretern des Holzmarkts, der Clubcommission und des Musicboards teilnahmen, folgte Ende November ein Workshop. Im Mittelpunkt stand die Frage wie die in Berlin erfolgreich erprobten und umgesetzten Strategien mit den lokalen Akteuren vor Ort zielführend angewandt werden können.

Wer sich in die Musikkultur der 1990 hineindenken möchte, dem sei die Magisterarbeit von Daniel  Schneider (heute Archiv der Jugendkulturen) „Detroit Techno und die Frage nach der Hautfarbe“ empfohlen. *2

 

Detroit Drone from John Marton on Vimeo.

 

 

*1 http://www.groove.de/2014/12/01/detroit-tresor-gruender-plant-club-eroeffnung/

https://www.facebook.com/pages/Detroit-Berlin-Connection/421475684654582

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-musikszene-club-veteranen-wollen-das-nachtleben-in-detroit-wiederbeleben/10869532.html

http://vimeo.com/107779539

*2 http://edocs.fu-berlin.de/docs/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDOCS_derivate_000000000860/Magisterarbeit_Daniel_Schneider.pdf?hosts=

 

Droht Berliner Clubs das Aus?

Droht Berliner Clubs das Aus?
Veranstaltung am 09.12.2014 um 20:00 Uhr Ritter Butzke

Am Freitag berichtet die Berliner Zeitung, dass das ehemalige M.I.K.Z schließen muss. “An der Spree sind die Clubs dem Untergang geweiht, es gibt kaum langfristige Mietverträge. Da wird sich viel verändern“ so wird Lutz Leichsenring vom Vorstand der Clubcommission am Samstag in der Berliner Morgenpost zitiert. Unter der Überschrift „Droht vielen Berliner Clubs das Aus?“ lädt die Zeitung für Dienstag den 09.12.2014 um 20:00 Uhr zu ihrem „Leserform“ ins Ritter Butzke ein. Auf dem Podium sitzt neben zahlreichen weiteren Experten auch Sascha Disselkamp. Der Betreiber des Sage Restaurants und Vorstandsmitglied der Berliner Clubcommission wird für klare und engagierte Worte aus der Sicht der Clubbetreiber sorgen.

http://www.morgenpost.de/berlin/article134848031/Morgenpost-Leserforum-Droht-vielen-Berliner-Clubs-das-Aus.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/raw-gelaende-in-friedrichshain-berliner-club–spirograph–macht-dicht,10809148,29183768.html 

Zwischenbilanz verschoben / BVV Mitte berät über Berliner Mauer

1. Zwischenbilanz und der Aufbau einer Initiativgruppe auf 04.12.2014 um 19:00 Uhr verschoben 

Manchmal kommt es anders als man denkt! Aus Krankheitsgründen muss der Termin ” Zwischenbilanz und der Aufbau eine Initiativgruppe Mauer und Clubkultur an der schillingbrücke”  leider um eine Woche, auf den 04. Dezember, 19:00 Uhr verschoben werden. Ort: neu west Berlin. Ursprünglich war dies für den morgigen Donnerstag den 27.11.2014 Um 19 Uhr vorgesehen.

 

2. Umgang mit der Berliner Mauer bleibt ein aktuelles Thema

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass der Umgang mit der Berliner Mauer bis heute ein berlinweites Thema ist. So setzte sich anlässlich des 9. Novembers, Axel Klausmeier, Vorstand der Stiftung Berliner Mauer, dafür ein, dass die East-Side-Gallery in die Gedenkstätte Berliner Mauer integriert wird. Einem solchen Schritt stimmte Günther Kolodziej, der Sprecher des Kulturstaatssekretärs Tim Renner mit dem Zusatz zu, dass die notwendigen Finanzmittel im Berliner Haushalt bereits eingestellt wären. Hagen Phillip Wolf, der Sprecher der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sah hier allerdings keinen Handlungsbedarf, da der East-Side-Gallery keine nationale oder internationale Bedeutung zukomme. ( *1, *2)

Für die Mediale Aufmerksamkeit hatte das Bündnis East-Side-Gallery retten am 9. November mit einem Feuerwehrfahrzeug, einem Transparent und dem Auftritt des DJ Dr. Motte gesorgt. Das Bündnis setzt sich nicht nur, wie der Name sagt, für eine Erhaltung dieses Mauerabschnittes, sondern auch für dessen Eintragung als UNESCO Weltkulturerbe ein.    

Zum 9. November meldete sich auch das Yaam zu Worte, hier wurde ein bisher nicht bekannter Abschnitt der Hinterlandmauer als “schmalste Gallerie der Welt” künstlerisch gestaltet und als “West-Side-Gallery” der Öffentlichkeit vorgestellt. (*3)

Interessant bleiben nach wie vor die Entwicklungen um die erhaltenen Reste der Berliner Mauer südlich und nördlich der East-Side-Gallery, über die dieser Grenzabschnitt überhaupt erst angemessen historisch einzuordnen ist. Bisher sind die Spuren der Berliner Mauer im Haus am Flutgraben, das ein Teil der Mauer war und die Funktion eines Wachturms übernommen hatte, nicht gesichert. Zumindest ist der vor dem Gebäude in der Spree liegenden Zoll- und Grenzsteg gesichert, denn dort soll ein  sogenannter historischer Hafen entstehen.

3. Stadtentwicklungsausschusses der BVV Mitte berät am 3.12.2014 über Spreeuferweg und Mauer  

Dass die Mauerreste an der Schillingbrücke nicht selbsterklärend sind zeigte sich schon daran, dass sie in Vergessenheit gerieten und so glücklicherweise in einem großen Umfang erhalten sind (siehe Ausstellung “Erinnerungsräume Berliner Mauer und Clubkultur”). Der Umgang mit diesen historischen Zeugnissen steht am Mittwoch den 03. Dezember auf der Tagesordnung des öffentlich und vor Ort tagenden Stadtentwicklungsausschusses, der Bezirksverordneten Versammlung von Berlin Mitte.  Nach einer Begehung die um 17:30 Uhr an der Schillingbrücke/Paula-Tiede-Ufer Höhe Verdi beginnt, befassen sich die Politiker dann wenig später im Bunker der Patrouillenboote mit dem Bebauungsplan “Holzuferweg” und dem damit verbundenen Bürgerbeteiligungsverfahren.

 

* 1 Erinnerung an der East Side Gallery “Die Mauer muss bleiben”

http://www.taz.de/!149172/

* 2 Debatte um East Side Gallery, Mauerteile sollen rübermachen

http://www.taz.de/!149311/

 

* 3 Die schmalste Gale­rie der Welt eröff­net in Berlin

http://www.bln.fm/2014/11/die-schmalste-galerie-der-welt-eroeffnet-in-berlin/

http://www.marekschovanek.com/wordpress/?p=521

* 4 Berliner Museumshafen

http://www.berliner-museumshafen.de/

* 5 Einladung 36. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Sanieren, Bauen und Bebauungspläne (BVV Mitte 3.12.20140)

https://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/___tmp/tmp/45081036911626649/911626649/00119750/50.pdf

 

 

Zwischenbilanz / Aufbau einer Initiativgruppe

Do 27.11. – 19:00 Uhr
Ort: neu weste berlin

Der Zuspruch, der der Ausstellung entgegen gebracht wird, hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir sehen dies als Ermutigung an, auch in Zukunft mit viel Engagement weiter ans Werk zu gehen.

Dabei lassen sich die Wünsche der Gäste vereinfacht in zwei Richtungen einteilen. Zum einen besteht das Interesse daran, die doch zum Teil dramatischen Ereignisse, die hier im Bereich der Mauer stattfanden, langfristig gerade auch für junge Menschen wahrnehmbar zu machen. Wie diese Anregungen umgesetzt werden könnten, wird in der Ausstellung bereits angedeutet.

Demgegenüber wurde nicht nur von den jüngeren Besuchern, sondern auch von jenen die sich z.B. über ihre Arbeit als Teil der Clubkultur begreifen, der Wunsch geäußert, sich mit der Geschichte dieser Musikkultur vertraut zu machen. Darüber hinaus wurde Interesse bekundet, gemeinsam Wege zu beschreiten, damit diese Kultur für die Berliner selber und die Gäste Berlins im Stadtraum auch „greifbar“ wird.

Um hier einen Schritt weiter zukommen, laden wir am Donnerstag, den 27. November, zu einer ersten Zwischenbilanz der Ausstellung ein. Dabei möchten wir zunächst mit einer Kurzführung und einem Feedback der Besucher beginnen.

Das Treffen könnte dazu dienen eine Initiativgruppe Mauer und Clubkultur ins Leben zu rufen. Vielleicht gelingt es uns am Donnerstag auch schon die Abschlussveranstaltung der Ausstellung vorzubereiten.

Ausstellung bis 07.12 verlängert

Ausstellung Erinnerungsräume Berliner Mauer und Clubkultur

bis 7. Dezember verlängert

Die Ausstellung Erinnerungsräume Berliner Mauer und Clubkultur, die in den Räumen von Neu West Berlin, in der Köpenicker Str. 55 in 10179 Berlin zu sehen ist, wird aufgrund des großen Interesses bis zum 07. Dezember verlängert.

Unter den mehr als 400 Gästen, die alleine an diesem Wochenende (Samstag und Sonntag) die kleine Dokumentation besucht haben, befanden sich zahlreiche Zeitzeugen, die hier gewohnt und vor allem aber unter den erschwerten Bedingungen im Grenzgebiet, gearbeitet haben. Für sie sowie auch die Protagonisten und Gäste der Clubkultur, ermöglichte die Ausstellung eine individuelle Rückschau auf das von ihnen vor Ort, in den unterschiedlichen Zeitabschnitten erlebte.

Eine weitere Besuchergruppe stellen junge Leute dar, z. B. auch Schulklassen die uns in der letzten Woche besuchten, die sich über die authentischen Orte der Clubkultur und deren Entwicklung in Berlin informieren wollten.

Die Ausstellung begreift sich als Teil des Bürgerbeteiligungsverfahrens des Fördergebietes Luisenstadt Mitte. Insofern wurde von jenen Besuchern der Wunsch nach Verlängerung der Ausstellung geäußert, die sich in das Bürgerbeteiligungsverfahren einbringen möchten.

Eine unerwartete Aktualität bekam die Ausstellung in der letzten Woche durch die neue Diskussion um die East-Side Gallery, jenem Grenzabschnitt entlang der Spree, dessen authentische Orte und Ereignisse und Zeugnisse in der Ausstellung gezeigt werden. Dabei werden die erhaltenen Reste der Grenzanlagen, wie Lampen der Lampentrassen, oder der Bootsbunker der Patrouillenboote, allerdings auch die Grenzübertritte mit zum Teil leider tödlichem Ausgang, dokumentiert.

Über die Verlängerung der Ausstellung hinaus wird es auch ein erweitertes Führungsangebot, sowohl durch die Ausstellung, als auch im Außenbereich geben. Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich.

Die Autoren der Ausstellung hoffen ihr Ziel zu erreichen, nämlich die Diskussion zu eröffnen um eine Erinnerung an die Ereignisse der Berliner Mauer, sowie der Clubkultur im Bereich zwischen Schillingbrücke und Köpenicker Straße.

 

Ausstellungdauer: bis So 07.09.2014

Öffnungszeiten: täglich  14:00 – 19:00 Uhr

Ort: neu west berlin, Köpenicker Str. 55, 10179 Berlin

Führungen  Sa. 14:00, 16:00 und 18:00 Uhr

sowie nach Vereinbarungen

http://berliner-erinnerungsraeume.de/

https://www.facebook.com/pages/Mauer-und-Clubkultur/376715429145635

 

 Zur Aktualität der Clubkultur 

Dass sich alle wesentlichen Phasen der Berliner Clubkultur der letzten 25 Jahre, an einem wenige hundert Meter langen Uferstreifens entlang der Spree in Höhe der Schillingbrücke ablesen lassen, das  war uns zu Beginn der Recherche bewusst. Für uns stehen nicht nur authentische historische Orte im Vordergrund der Betrachtung, sondern auch die symbolische Überhöhung, wie sie sich im Film „Berlin Calling“ vollzieht, in dem der DJ Paul Kalkbrenner die Hauptrolle spielt. Weiter

 

Zur Aktualität der Erinnerung

Zur Aktualität der Erinnerung

Am Anfang der Ausstellung Erinnerungsräume Berliner Mauer und Clubkultur, die wir am 9. November eröffnen konnten, stand der Wunsch, mehr über die Geschichte dieses Stadtteiles zu erfahren. Schnell zeigte sich, dass sich zwischen Schillingbrücke und Köpenicker Straße im Verlauf von Sektorengrenze und Mauer alle wesentlichen Ereignisse und Veränderungen an der Berliner Mauer darstellen lassen. Weiter