Warum “Techno” in den 1990ern unpolitisch- politisch war…

und ein Grund warum der „Zug der Liebe“ keine „Love Parade“ sein kann…

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Bild “Zug der Liebe” 25.07.2015

Mit dem weitgehenden Verzicht auf Texte entzog sich “Techno” in der Zeit in der er entstand „(…) der Gefahr, sein eigentliches und einziges Ziel – die Wiederentdeckung des Körpers – durch unnötige Sinngebungen zu unterlaufen. Denn Techno bedeutet den Ausstieg aus dem Alltag und damit auch der Politik.(…)“

Zu Beginn der 1990er Jahre in “Zeiten, in denen der bürgerlich-linksliberale Mainstream Lustfeindlichkeit zur Ideologie, “Spaßgesellschaft” zum Schimpfwort und politisch korrektes Bewusstsein zum Pflichtprogramm erhebt, kann eine Partykultur, deren ganzes Programm sich mit dem Wort Ekstase zusammenfassen lässt, natürlich schon wieder als politisch empfunden werden.

..Vor Techno gab es etwa für junge Linke/ Autonome/Antifas kaum Freiräume, politikfreie Räume. Die Stammkneipen, die Konzerte und Partys, selbst die Freundschaften und Liebesbeziehungen waren zumeist politisch codiert, entstammten Szene-Zusammenhängen. So wurde Techno für viele zum wochenendlichen Notausgang: Beim Raven schien der Druck, die Krise der Linken, die durch die politisch korrekten Endlosdebatten erzeugt worden war, von einem abzufallen (…)“

Bundeszentrale für Politische Bildung…

http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/jugendkulturen-in-deutschland/36283/love-peace-happiness