Führungen zum Tag des offenen Denkmals 2016

Zugnag zum Bootsbunker -

 

Auch in diesem Jahr werden von uns wieder Führungen zum „Tag des offenen Denkmals“ angeboten. Die Führung „Der Spreeuferweg in der nördlichen Luisenstadt“  geht der Frage nach, wie und mit welchen Medien die Geschichte epochenübergreifend und multiperspektivisch entlang des zukünftigen Spreeufers zwischen Märkischem Museum und Schillingbrücke vermittelt werden kann.

Los geht es am:
Sa. 10. September um 10:00 Uhr
vor dem Märkisches Museum,
Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin.

 

Mit der 2. Führung stellen wir die „Alte Münze“ mit den heutigen Spreewerkstätten vor und damit ein  besonderes Beispiel der Architektur aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Los geht es am:
So. den 11. September um 10:00 Uhr
An der Alten Münze,
Am Molkenmarkt 2, 10179 Berlin.

 

Eine Anmeldung ist für beide Führungen nicht erforderlich.

Alle wichtigen Informationen werden auf der Internetseite der Senatsverwaltung
ab dem 15. August sowie im Programmheft zum „Tag des offenen Denkmals“ veröffentlicht.

Mit einem „Clubkultour -Spezial“  beteiligt sich auch die Clubcommission anlässlich ihres 15 Jährigen Bestehens am „Tag des Offenen Denkmals“, die Infos dazu findet ihr hier:

http://clubkultour.de/tag-des-offenen-denkmals/

 

Culbkultour-Berlin

Clubkultour-Berlin

 

Eine Projektgruppe innerhalb der Clubcommission wird ab September regelmäßig unter dem Namen „Clubkultour-Berlin“ Stadtführungen mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Bus zu den Standorten der Geschichte und der Zukunft der elektronisch produzierten Musik in Berlin anbieten. mehr

Warum “Techno” in den 1990ern unpolitisch- politisch war…

und ein Grund warum der „Zug der Liebe“ keine „Love Parade“ sein kann…

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Bild “Zug der Liebe” 25.07.2015

Mit dem weitgehenden Verzicht auf Texte entzog sich “Techno” in der Zeit in der er entstand „(…) der Gefahr, sein eigentliches und einziges Ziel – die Wiederentdeckung des Körpers – durch unnötige Sinngebungen zu unterlaufen. Denn Techno bedeutet den Ausstieg aus dem Alltag und damit auch der Politik.(…)“

Zu Beginn der 1990er Jahre in “Zeiten, in denen der bürgerlich-linksliberale Mainstream Lustfeindlichkeit zur Ideologie, “Spaßgesellschaft” zum Schimpfwort und politisch korrektes Bewusstsein zum Pflichtprogramm erhebt, kann eine Partykultur, deren ganzes Programm sich mit dem Wort Ekstase zusammenfassen lässt, natürlich schon wieder als politisch empfunden werden.

..Vor Techno gab es etwa für junge Linke/ Autonome/Antifas kaum Freiräume, politikfreie Räume. Die Stammkneipen, die Konzerte und Partys, selbst die Freundschaften und Liebesbeziehungen waren zumeist politisch codiert, entstammten Szene-Zusammenhängen. So wurde Techno für viele zum wochenendlichen Notausgang: Beim Raven schien der Druck, die Krise der Linken, die durch die politisch korrekten Endlosdebatten erzeugt worden war, von einem abzufallen (…)“

Bundeszentrale für Politische Bildung…

http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/jugendkulturen-in-deutschland/36283/love-peace-happiness

Ostgut – Der “Garten”… heute

 

Ostgut im Garten 2015

…. Galluzzi, der Härteste von allen, (….) Nach über achtstündigen DJ-Sets auf dem Mainfloor des Clubs schleppte er sich im Sommer regelmäßig in den Garten, um dort seine Mission zu beenden. Die Klänge wurden sanfter, die Gliedmaßen der Tänzer schienen sich wie von selbst zu bewegen, und im sanftem Strahl der Sonne hoffte jeder insgeheim, nicht genauso fertig auszusehen wie sein Nachbar…

taz: Techno lebt: Sven Väth und André Galluzzi 21.02.2003

 

 

 

Geschichtsfenster Spreefeld/Spreeacker/Teepeeland

Geschichtsfenster Spreefeld -Teepeeland Klein

Zum Sommerfest vom Spreefeld und dem DAZ (Deutsches Architektur Zentrum) sind heute in eine Art “Wandzeitung” Informationen zum Umgang mit der Geschichte am zukünftigen Spreeuferweg zusammen getragen worden (siehe Abbildung). Die kleine Ausstellung (1,50 X 2,40 m) die heute am Optionshaues von Spreefeld in der Nähe des „Bootsbunkers“ zu sehen ist, zeigt historische Luftaufnahmen sowie Abbildungen der dort erhaltenen und unter Denkmalschutz stehenden Elemente der Berliner Mauer. Es geht auch um die Integration der Geschichte in den zukünftigen Spreeuferweg, der vom Märkischen Museum bis zur Schillingbrücke verlaufen wird. Die Informationen sollen demnächst in ähnlicher Form in eine Art „Geschichtsfenster“ im Bereich von Spreefeld / Spreeacker / Teepeeland dauerhaft und Wetter unabhängig zu sehen sein.

Spreeuferweg “Geschichtsinseln”

Empfehlungen der AG Geschichte
1. Workshoptag zur Gestaltung des Spreuferweges (1*)

Spreeuferweg Geschichtsinseln

Beispiel wie das Informationssystem aussehen könnte – Visualisierung auf Grundlage der Ergebnisse des Workshops – “Visionen – Der Spreeuferweg braucht Deine Ideen / Bild,  E.Elfert (*2)

.

Bewohner, interessierte Bürger, an den Planungsprozessen beteiligte Unternehmen, sowie  Vertreter der Verwaltung kamen heute zum 1. Workshoptag zur Gestaltung des Spreuferweges zwischen Märkischem Museum und der Schillingbrücke zusammen. Dabei verfasste eine Arbeitsgruppe Empfehlungen dazu, wie die Geschichte (historische Orte /Ereignisse, bestehende Denkmäler /Baudenkmale) in den Planungsprozess und die Gestaltung integriert werden kann.

Spreuferweg Orte der Geschichte

Die besondere Qualität des zukünftigen Spreeuferweges liege, so die Arbeitsgruppe, darin, dass sich hier eine ganze Bandbreite der Berliner Geschichte darstellen lässt. Denn hier sind alle wesentlichen Entwicklungen Berlins, von ihrer Wiege, über die Industrialisierung, den Weg in die Metropole, aber auch dem Zweiten Weltkrieg und in dessen Folge der Teilung der Stadt nachvollziehbar. Von großem historischem Interesse sind die dort noch erhaltenen Reste der Berliner Mauer. Die Flächen der Sperranlagen der DDR dienten vor allem auch unterschiedlichen Formen von „Zwischennutzungen“ u.a. der Clubkultur. Diese gab ihrerseits den Anschub für den zukunftsweisenden Impuls nachhaltiger Stadtentwicklung die sich heute vor Ort mitverfolgen lassen.

Um diese Geschichte zu vermitteln wurde ein multimediales Informationssystem, bestehend aus modernen zeichenhaften Stadtmöbeln empfohlen. Die Informationen sollen analog aber auch mit  modernen mobilen Endgeräten abgerufen werden können. Das System solle über „Schnittstellen“ verfügen, sodass Jeder seine eigenen „Geschichten“ einfügen könne.

Darstellung Informationssystem

Beispiel wie das Informationssystem aussehen könnte – Visualisierung auf Grundlage der Ergebnisse des Workshops – “Visionen – Der Spreeuferweg braucht Deine Ideen”/ Bild, E.Elfert (*3)   

.

Im Freiraumwettbewerb sollen die „Geschichts-Inseln“ als „Orte der Ruhe und Entspannung“ geplant und die die Infrastruktur wie Licht und Stromanschlüsse vorbereitet werden. Die Ausarbeitung des eigentlichen Informationssystems braucht Zeit und solle vom Wettbewerbsverfahren, das Anfang 2016 beginnen soll abgekoppelt werden. Vorgesehen ist eine Kette von Geschichts-Inseln, bei der jede einem Schwerpunkthema gewidmet werden könnte.

Geschichtsstationen Spreeuferweg

(“Kette” der “Geschichtsinseln, die nach einer Diskussion als Konsens zur Umsetzung empfohlen wurde. Grafik, E. Elfert)

.

Im Hinblick auf geschichtsinteressierte Menschen solle die Wiese/Grünanlage zwischen dem Schiffsanleger am Märkischen Ufer und dem Märkischen Museum für Veranstaltungen mit größeren Gruppen hergerichtet werden. Die nun unter Denkmalschutz stehenden Teile der Mauer in Höhe der Schillingbrücke werden als „Lern- und Gedenkort“ ins besondere für jüngere Menschen gesehen. Als weitere „Historiche-Inseln“ wurden eine Fläche in Höhe von C-Base (Thema Gewerbehöfe/Industrialisierung), ein Uferbereich von Vattenfall an der Michaelsbrücke („Kunst am Bau Projekt“), einen Teil des Sandstandes beim ehemaligen Planet/Kater Holzig (Thema Clubkultur), sowie eine Fläche südlich der Eisfabrik (Thema Berliner Mauer) gesehen.

Alle waren sich einig, dass der Uferweg nicht wie bisher vorgesehen an der nördlichen Seite der Schillingbrücke enden kann. Das Grundstück das an Kreuzberg anschließt und zum Bezirk Mitte gehört ist im Rahmen des BEHALA-Geländes bereits von Kreuzberg verplant worden. Wie, das wusste allerdings keiner. Da die bisher vorgesehene Bebauung für das BEHALA-Gelände nicht umgesetzt werden wird, muss nun über die Anschlussfindung neu nachgedacht werden. Hierbei könnte auch die Kreuzung Köpenickerstr./Bethaniendamm berücksichtigt/bearbeitet werden, da es sich hier um einen besonderen historischen Ort der Berliner Mauer handelt.

In Hinblick auf die Anbindung des Märkischen Museum an das historische Stadtzentrum wurde sich für den Wiederaufbau der Waisenbrücke ausgesprochen. Allerding nur für Fußgänger und zwar als attraktiver „Erlebnissraum“ über der Spree mit Geschichtsvermittlung, Gastronomie und einer bunten üppigen Vegetation.

Eberhard Elfert

 

Angaben:

*1)

Workshopverfahren zur Spreeuferentwicklung
1. Workshoptag 27.06.2015, http://forum.luisenstadt-mitte.de/

*2 + 3

Zukunftsvisionen für die Sperre / Der Spreeuferweg braucht Deine Ideen
Sa. 31.01.2015, 14:00–17:30 Uhr / neu west berlin, Köpenicker Str. 55, 10179 Berlin
AG-Geschichte siehe Seite 16, 16 u 19

http://berliner-erinnerungsraeume.de/wp-content/uploads/sites/7/2015/02/Workshop-Spreeuferweg-Ergebnisse-Dokumentation-E.Elfert-09.02.2015.pdf

Workshop Wer? Wie? Was?

Zukunftsvisionen für die Sperre
Der Spreeuferweg braucht deine Ideen!

 

Liebe Berliner,
Liebe Kreative,
Liebe Freunde der Spree,

 Visionen Spreeuferweg

Worum geht es?

Das Bezirksamt Mitte hat im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des Spreeuferwegs eine Internetplattform eingerichtet.

Wir möchten am Samstag den 31.01.2015 von 14:00-17:30 Uhr gemeinsam mit euch mit dem Workshop Zukunftsvisionen für die Sperre – Der Spreeuferweg braucht deine Ideen!” die unterschiedlichsten Visionen zusammentragen, um unsere Stadt aktiv mitzugestalten!

 

Wie gehen wir vor?

Zunächst gibt es eine Einführung, dann würden wir gerne in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenbereichen unsere Visionen besprechen und diese dann mit einem Rechner oder mithilfe mitgebrachter Fotos oder Modellen z.B. in Form von Collagen visualisieren. Diese  Bilder werden dann mit kurzen Anmerkungen versehen.

 

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die in Workshop entstandenen Ergebnisse werden von uns in das Forum eingestellt und stehen damit dem Bezirksamt und allen Interessierten zur Verfügung!

 

Muss ich mit einem Rechner umgehen können?

Nein, in jeder Gruppe ist jeweils eine Person die mit einem Rechner, die die Bilder zusammenfügen wird. Es kann sich also jeder beteiligen, unabhängig davon ob man mit einem Rechner vertraut ist oder nicht.

 

Wie kann ich mich vorbereiten?

Zur Vorbereitung wäre es sicher gut, wenn jeder über seine Visionen nachdenkt. So kann jeder auch vorher Bilder zusammenstellen, die für die eigenen Wünsche und Visionen stehen. Diese können als Abbildung oder aber als Bilddatei (z.B. auf einem Stick) mitgebacht werden, oder als ausgeschnittene Fotos oder vorbereite Collagen oder, oder..

 

Müssen die Vorschläge realisierbar sein?

Nein, ob eine Idee in Zukunft umsetzbar sein wird, dass wissen wir heute oft noch nicht. Wichtig ist es das möglichst viele spannende Ideen eingebracht werden.

 

Welche Themen sollen behandelt werden?

Grundsätzlich sind wir für alle Themen offen. Wir haben folgende Themen vorbereitet

Natur und Landschaftsplanung
Freizeit und Erholung
Erinnerungskultur der Berliner Mauer
Erinnerung Clubkultur
Verkehr und Mobilität
Teepeeland im Jahr 2021
Die Spree

 

Wie werden die Arbeitsgruppen gebildet?

Welche und wie viele Arbeitsgruppen wir einrichten, das entscheidet sich am Veranstaltungstag je nach Interesse und der Anzahl der Teilnehmer.

 

Muss der ganze Spreeuferweg von Märkischen Museum bis zur  Schillingbrücke behandelt werden?

Nein, jede Gruppe legt für sich fest mit welchen Abschnitten sie sich befasst.

 

Was kann ich mitbringen?

Es wird in jeder Gruppe einen Rechner geben mit dem die Arbeitsgruppenergebnisse zusammengestellt werden. Wenn weitere Rechner mitgebracht werden, dann wäre das sicher auch hilfreich. Ansonsten bring alles mit was hilft, deine Vision anderen verständlich zu machen.

 

Wie geht es weiter?

Auf der Grundlage der Einträge in das Forum, möchte der Bezirk Mitte Workshops zu Spreeuferweg anbieten.   

 

Und das Wichtigste zum Schluss..

Verköstigung gibt’s vor Ort für sehr kleines Geld, wir schaffen eine angenehme Atmosphäre und es darf/soll vor allem  auch alles ein bisschen Spaß machen!

 

Workshop

Sa. 31.01.2015,
14:00–17:30 Uhr

neu west berlin,
Köpenicker Str. 55,
10179 Berlin